Das hier ist eine Lobeshymne an das Projekt „Kids of the Diaspora“. Warum vertuschen, wenn ich gleich mit der Sprache rausrücken kann, nicht wahr?

Wobei ich ja mal damit anfangen kann zu sagen, dass es kein Projekt, sondern viel mehr eine Initiative ist. Eine Art Bewegung, die die Welt zumindest bedingt zu einem besseren Ort macht – speziell für Menschen, die sich nicht kategorisieren lassen (wollen). Somit ist es auch gleichzeitig eine Herzensangelegenheit.

Aber rollen wir die ganze Sache einmal von hinten auf und fragen uns…

 

WAS GENAU IST EINE DIASPORA?

Macht euch keine Sorgen, wenn ihr nicht wisst, was eine Diaspora ist. Ich musste es sich auch einmal googlen und im Lexikon nachschlagen. Und wenn man nicht wirklich einen Bezug dazu hat, kann es schon vorkommen, dass man mit dem Wort nichts anfangen kann. But no worries, I got you covered.

Eine „Diaspora“ ist eine ethnische bzw. kulturelle Gruppe, der Mitglieder weltweit verteilt sind und in einer „fremden“ Kultur eine Minderheit bilden. Puh… kurz gesagt: Eine Gruppe an Menschen, die sich aus welchem Grund auch immer, von der Masse unterscheidet. Sprich: Schwarze Menschen in einem … nun ja … „weißem Land“. Christen in einem muslimischen Land. Weiße Menschen in einem asiatischen Land und so weiter. Ihr wisst worauf ich hinaus möchte, oder?!

Das macht mich als gebürtige Wienerin mit offensichtlich nigerianischen Wurzeln also zu einem klassischen „Kid of the Diaspora“.
Und wenn man es ganz genau nimmt, sind viele Promis, eure Nachbarn, Freunde, Arbeitskollegen und viele andere Menschen um euch herum, auch Teil einer Diaspora.

 

WORUM GEHT’S EIGENTLICH?

Ich kann jetzt natürlich nicht für Leni Charles, die Initiatorin von Kids of the Diaspora sprechen, aber wenn ich es rein theoretisch doch machen würde, dann würde ich behaupten, dass es hier um Zusammengehörigkeit. Einer Sache, die in Zeiten in denen die Welt komplett gespalten zu sein scheint, auf der Strecke geblieben ist.
Was natürlich nicht bedeutet, dass irgendwer ausgeschlossen wird. Es geht viel mehr darum, dass man quasi Teil eines großen, ziemlich coolen Ganzen ist. Und das ist nicht immer leicht. Lasst euch das von einer schwarzen Frau, die in Österreich geboren und verhältnismäßig eher selten in Nigeria ist, sagen.

Wenn man es auf Wesentliche runter bricht, bedeutet das, dass ich und Menschen mit der selben Hintergrundgeschichte nirgends wirklich dazu gehören. Das hört sich übrigens mindestens genau so scheiße an, wie es sich anfühlt. Trust me! Aber genau dem soll entgegen gewirkt werden.

 

 

SO STOLZ, DASS ICH VIELLEICHT AUCH KURZ WEINEN MUSSTE

Es ist kein Geheimnis, ich bin viel zu nah am Wasser gebaut. Die simpelsten Sachen lösen bei mir fontänenartige Tränenergüsse aus. Werbespots, schöne Kunst, Filme, YouTube Videos, gute Nachrichten und zu sehen, dass die Menschen, die mir am Herzen liegen, erfolgreich sind. Könnt ihr euch also vorstellen, was los war wie ich das gesehen habe?!

 

 

oder das hier?

 

 

oder das hier?

 

 

Kids of the Diaspora ist also eine coole Bewegung, der ihr hier folgen könnt. Shirts und weitere Infos gibt’s hier!

 

 

Falls ihr euch jetzt das selbe fragt, wie ich mich: Ja, Joy Denalane und ich sind jetzt offiziell Freundinnen. Sie weiß es nur noch nicht… #FanGirl

 

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