WARUM ES MICH NICHTS ANGEHT, WAS MAN HINTER MEINEM RÜCKEN ÜBER MICH SPRICHT

WARUM ES MICH NICHTS ANGEHT, WAS MAN HINTER MEINEM RÜCKEN ÜBER MICH SPRICHT

Ich bin jetzt über 30 Jahre alt und manche Dinge ändern sich nie. Es gibt nach wie vor Rassismus, Frauen sind für viele das schwächere Geschlecht und es wird immer noch gelästert!
Jeder, der von sich behauptet nie über andere Leute zu reden, möge an dieser Stelle aufhören zu lesen und sich stattdessen seinen Heiligenschein abholen. Wir sind eurer nämlich nicht würdig.

Alle andere, stick with me. Wir sitzen im selben Boot, das uns wahrscheinlich früher oder später in die Hölle transportiert. Ich erwische mich ehrlich gesagt leider auch noch dabei wie ich über andere rede und ich bin wirklich nicht stolz darauf. Aber es passiert nun einmal und entwickelt dann so eine Eigendynamik, dass ich mir gar nicht schnell genug auf die Zunge beißen kann. Was allerdings nicht bedeutet, dass ich schlecht über jemanden rede oder gar ein Gerücht verbreite, man tratsch halt einfach. Dabei sollte ich Wichtigeres zu tun haben bzw. sollten wir das alle, aber das ist ja immer so eine Sache.

Letztens war scheinbar ich das Thema in einer Runde. Da wurde über meinen Arsch, meine Daseinsberechtigung als Bloggerin, ein paar meiner Freunde und meine Beziehung gesprochen und all diese Themen dürften nicht zwingend positiv ausgestiegen sein in dieser Konversation. Zumindest, wenn ich der Person glauben darf, die es mir erzählt hat. Die ist übrigens am Nebentisch gesessen und hat sich alles bis zum Schluß angehört, ist dann rüber gegangen, hat sie wissen lassen, dass sie alles gehört hat und dass sie es mir brühwarm erzählen wird. #ThatsMyGirl

 

 

Ich hätte es nur ehrlich gesagt nie wissen wollen. Denn, was die Menschen hinter meinem Rücken über mich sprechen, geht mich rein gar nichts an. Wenn man es ganz genau nimmt. Jeder, darf von mir halten, was er möchte. Wir leben in einem Land in dem man auch fast alles laut sagen darf, wieso also auch nicht, dass man jemanden scheiße findet.  Ich finde ja auch einiges und vor allem einige scheiße, die wissen es meistens aber auch.

So lange es meinen Ruf nicht akut schädigt, meine berufliche Laufbahn beeinflusst oder Drama in meinem Freundes – und Familienkreis verursacht, ist es mir mittlerweile wirklich nicht mehr wichtig, was die Menschen über mich sagen. Ich kann es ja dann doch nicht ändern und wenn ich es versuche bringt es mir auch nicht wirklich etwas außer Kummer und Hirnwixerei wegen Menschen, die mich sowieso nicht mögen. So what’s the point?

Deswegen habe ich ja die Familie und die Freunde, die ich habe: Die nehmen mich so wie ich bin – meistens zumindest. Was nicht heißt, das wir nicht ab und an hinter unserem Rücken übereinander sprechen. Das tun wir alle sehr wohl. Jeder weiß es, jeder tut es und es ist irgendwie auch in Ordnung, weil man es sich im Laufe der Zeit sowieso ins Gesicht sagt. Meist nicht sonderlich einfühlsam, aber dafür so, dass es auch wirklich ankommt. Das tut zwar manchmal wahnsinnig weh, aber ist zumindest real.

 

 

Ich schweife schon wieder ab… worauf ich eigentlich hinaus wollte ist, dass es mir immer mehr am Arsch vorbei geht, was die meisten Menschen von mir denken. Es klingt so wahnsinnig schroff, gell?! Aber ich meine es nicht so. Ich habe einfach gelernt zu filtern, was wichtig ist und ob gewissen Dinge es wirklich wert sind, sich den Kopf zu zerbrechen. Und ich sage euch, die meisten sind es nicht.
Viele Sachen über die wir nachdenken, sind das Ergebnis des luxuriösen Lebens, das wir hier in der ersten Welt führen. Banalitäten, die überhaupt nicht wichtig sind. Warum also drüber nachdenken, ob jemand meinen Arsch zu groß findet oder sich darüber aufregt, dass mein Instagram keinen roten Faden hat, weil ich nicht über jedes Bild den selben langweiligen Filter lege oder der Meinung ist, dass ich meine Beziehung zu sehr zur Schau stelle?!

Haters are gonna hate, potatoes are gonna potate. Das weiß ich übrigens aus sicherer Quelle, denn die lustigen Leute, die sich über mich und mein Dasein echauffiert haben, schauen mir trotzdem gern zu wie meinen ach-so-großen Arsch, in den Stories von meinen ach-so-unordentlichem Instagram von A nach B hetze und ab und zu meinen ach-so-armen Boyfriend mitschleppe.

In diesem Sinne …

 

 

Ihr braucht übrigens bei mir nicht schüchtern sein, ich fühle mich nicht gestalked, wenn ihr meinen Channel abonniert. Echt nicht! Klickt einfach den roten Button an und ihr verpasst nie wieder eines meiner Videos.

Titelbild: Daniel Gottschling


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