LET’S TALK ABOUT SEX

LET’S TALK ABOUT SEX

Das ist eine ernstgemeinte Aufforderung!

Ich möchte hier nicht aus dem Nähkästchen plaudern. Mister Clear würde mich umbringen, und ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr auch keine Freude mit dieser Sorte von Insiderwissen habt, aber wisst ihr was. Meine engsten Freundinnen haben es auch nicht.

Und ich versteh’ nicht ganz wieso. Nur mal kurz für’s Protokoll: Ich habe einige Freundinnen. Viele verschiedene Frauen in mehreren Altersgruppen und unterschiedlichen Beziehungstadien. Mit den einen bin ich dicker als mit den anderen, aber im Grunde liebe ich sie alle gleich. Aber ich weiß trotzdem nichts über ihr Sexleben – mit wenigen Ausnahmen. Zwei sind es um genau zu sein.

Jetzt mal abgesehen davon, dass ich mich gerne mal mit jemanden anderen als mit meinem schwulen besten Freund über Sex unterhalten würde, will ich mich auch mit jemanden austauschen, der da unten genau so „tickt“ ist wie ich.

Ich will mit meinen Freundinnen genau so offen reden können, wie über meinen Job, meine Familie und meine Beziehung an sich. Wieso geht das nicht? Schließlich ist Sex das Natürlichste der Welt, warum tun wir dann ständig so als wäre es etwas wofür man sich schämen sollte?

Doch nicht etwa wegen der Kirche hoffentlich?! Die haben sich nämlich selbst aus dem Spiel gekickt nachdem sie eine wilde Sex- und Drogenparty geschmissen haben.  Aber das ist ein anderes Thema. Ich schweife mal wieder ab.

 

 

Jedenfalls glaube ich, dass wir besser dran wären, wenn wir uns austauschen und miteinander reden würden. Wenn ich schreibe „sich austauschen“ meine ich nicht die nervige Lästerei oder das Gebrabbel, mit dem sich Männer und Frauen gerne mal in der Runde brüsten. Keiner spricht von Penislänge, nicht vorhandenen Würgereflexen oder ass eating. I mean the real shit.
Die Erwachsenen-Gespräche, die Unsicherheiten und Fragen aus dem Weg räumen könnten.
The real shit eben.
Woher soll man den wissen, was abgeht, ob das „normal“ ist oder nicht? Ob es anderen auch so ergeht oder nicht?!

Mister Clear hat mir letztens erzählt, dass er und seine Freunde sich nie über ihr Sexleben austauschen. Voller Entsetzen und mit ein bisschen Ekel untermalt, meinte er „Ich würde niemals mit meinen Jungs über unser Sexleben sprechen. N I E M A L S!“.
Dabei würde es mich gar nicht stören. Wir haben es ja hier mit vollerwachsenen Männern zu tun, von daher weiß ich, dass sie dementsprechend mit dem Thema umgehen. Ich weiß auch, dass Mr.C nicht wirklich aus dem Nähkästchen plaudern würde und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass keiner der Jungs mich mit anderen Augen sehen würde, wenn sie wüssten wie oft wir Sex haben oder wie wir das handhaben, wenn Zeit und Energie gerade Mangelware sind.
Wieso also nicht offen darüber reden?

Ihr müsst wissen, ich habe die dunkelsten und schönsten Stunden mit ein paar meiner Freundinnen überstanden. Wir haben gemeinsam gefeiert, gelacht, geweint, getrauert und Lösungen für ernstzunehmende Probleme gesucht und auch gefunden, aber wenn ich einen Witz darüber mache, dass ich zu spät dran bin, weil ich noch eine Nummer mit meinem Freund geschoben habe, werde ich mit Entsetzen und einem forschen „Viel zu viel Information, Christl!“ zurecht gewiesen. Das macht doch keinen bis wenig Sinn, oder?!

Ja, ja, ich weiß schon. Das ist alles so intim… bla bla … was in im Schlafzimmer passiert geht nur uns was an … bla bla.

Dabei möchte ich keine Details wissen oder preis geben. Ich finde nur, dass Sex nicht zwingend so ein Tabuthema sein sollte. Schon gar nicht unter Freunden oder Freundinnen.

Ich sag’s euch ganz ehrlich, wenn Mr. Clear und ich irgendwann einmal gefühlt 100 Jahre zusammen sind, Kinder haben und es nicht mehr so gut im Bett läuft – weil das offensichtlich normal ist, möchte ich mit meinen Freundinnen darüber reden. Ich will wissen wie sie damit umgehen. Ich will ihnen offen erzählen können, was ich tue und was ich nicht tue. Was ich kenne und was ich nicht kenne. Und das ohne, dass das jemand über mich urteilt, mich schief anschaut oder mich für crazy hält, weil ich einen Vibrator besitze. Einen Vibrator – wohlgemerkt, keinen Sexsklaven. That last time I checked, it’s not that kind of a big deal, aber ich wurde letztens eines Besseren belehrt. Beziehungsweise hat man es zumindest versucht.

 

 

 

Was geht in jemanden vor, der beschließt jungfräulich in die Ehe zu gehen. Wie funktioniert das so lange?

Wie übersteht man als Single lange Durststrecken? (Das hätt’ ich mich vor ein paar Jahren wohl selbst fragen sollen…)

Wieso ist die Chance, dass Frauen über Sex mit ihrem Partner sprechen wesentlich höher als bei Männern?

Werden Filme wie „50 Shades of Grey“ gehyped, weil sie eine sexuelle Welt aufzeigen, die unsere Gesellschaft gerne ausleben möchte und sich nicht traut?

Ihr merkt, ich habe Fragen und die müssen beantwortet werden. Also, werden wir in Zukunft hier auch über das „Tabuthema“ Sex sprechen. Ich habe ehrlich gesagt noch keine Ahnung wie ich es angehen werde ohne, dass sich jemand vor den Kopf gestossen fühlt und möglich viele davon profitieren, aber ich werde schon einen Weg finden.

Seid also gewarnt und scheut euch nicht davor mir Vorschläge entgegen zu bringen. Gerne auch per PM oder per Mail an info@clearly.at. Keine Sorge, es bleibt alles unter uns und so lange keine Kinder, Tiere oder Unfreiwillige im Spiel sind, werde ich auch nicht über euch urteilen. 

Mein Shirt unterstreicht übrigens meine passiv aggressive Haltung gegenüber Christian Grey in „50 Shades of Grey“.
Es ist über Amorelie erhältlich und zu meiner Überraschung ein Pyjama.

 

 

Folgt mir gerne auf Instagram & YouTube. Da erzähl ich zwar nicht wirklich etwas über mein Sexleben,
aber dafür viel über den Rest meines Lebens!


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