HOW TO SURVIVE IN STYLE, WENN MAN EXTRA(VAGANT) IST

HOW TO SURVIVE IN STYLE, WENN MAN EXTRA(VAGANT) IST

Ich war schon immer laut. In jeder Hinsicht in der man es sein kann. Meine Stimme ist laut, mein Aussehen ist laut und mein Stil ist laut. Manchmal auch etwas zu laut, aber jetzt mal ganz ehrlich: WHO CARES!?
Naja, ehrlich gesagt gibt’s da immer jemanden, der’s nicht packt. „Versuch doch mal ruhigere Farben!“, „Glatte Haaren wären so classy!“, „Schmink dich mal weniger!“, „Es wäre sicher mal eine angenehme Abwechslung dich nur in Jeans und T-Shirt zu sehen!“ , sind nur ein paar der dummen Sätze, die man zu mir gesagt hat und die ich gerne auch mal erfolgreich ignoriert habe; weil ich es einfach nicht verstanden habe.
Wieso sollte ich denn Teil eines Einheitsbrei sein wollen, wenn es gar nicht in meiner Natur liegt. Ich check’s nicht. Ehrlich nicht.

 

 

 

 

In Zeiten von Instagram und anderen Social Media Kanälen bin ich froh, dass ich anders bin. Ich möchte nicht eine von denen sein, die in einer pastellfarbigen Welt leben, wo alles gleich aussieht, man vor lauter Avocado-Broten, Starbucks-Kaffee und Pfingstrosen nicht weiß wo man hinschauen soll. Wenn ich Pizza, Glitzer, Bier, Champagner und Hip Hop mehr liebe, wieso sollte ich das nicht ausleben?! Weil’s nicht cool ist? Weil’s nicht trendy ist oder weil’s nicht passt? Well … sorry. Nope!

 

 

 

 

 

Ich vermute ja, dass mein Hang zur Extravaganz in meinen Wurzeln liegt. Nigerianer sind einfach „extra“. Alles ist so ein bisschen übertrieben, aber es macht dann also großes Ganzes irgendwie Sinn. Und genau so sieht es in meinem Schrank und in meinem Gehirn aus. Muss ich dieses Outfit also noch erklären? Im Grunde spiegelt es nämlich nur meine Persönlichkeit wieder. Ich habe mir beim kombinieren nicht viel gedacht außer „more is more!“ … und dass ich die Farbe Gelb genau so sehr liebe wie Glitzer. Dass die Jacke und das Dress wie für einander gemacht sind, war reiner Zufall oder auch Schicksal.

Ob ich Angst vor den Blicken habe, die ich im zugegebenermaßen manchmal engstirnigen Wien kassieren könnte? Nein, weil, wenn ihr kurz einmal wirklich ehrlich zu einander sind, wissen wir, dass die Menschen sowieso schauen und tratschen, wenn sie es tun wollen. So gibt man ihnen zumindest Stoff dazu.
Lasst es also raus. Blendet die Leute und die Unsicherheiten aus, die euch in eine Ecke drängen wollen. Die sind zwar save, aber wahrscheinlich auch ein bisschen zu wenig für euch. Tragt das Glitzerjäckchen zum Kaffeedate mit der besten Freundin. Werft euch in ein glänzendes Maxikleid, tragt den wilden Lippenstift und genießt das Leben. Basic und somit auf der sicheren Seite könnt ihr im Notfall immer sein.

Es wird also immer irgendwen geben, der euch hatet, klein halten möchte oder kritisiert. Da könnt ihr nichts dafür, das ist meist Neid, Unsicherheit und definitiv nicht euer Problem! So please go wild and crazy. Ihr habt es euch verdient!

 

 

WHAT I’M WEARING:

Jacke: Missguided über Zalando
Kleid: Silver Bloom über Zalando
Schuhe: Parfois über Zalando

CRWLVE:
Fotos by Xenia Trampusch